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[LodlanD] Bald gehts los!

So, dank Holgers brilliantem *hust* Vorschlag hier eine kleine Plattform auf der ich zum einen alle allgemeinen Informationstexte nach jedem Spielabend zur nochmaligen Lektüre posten werde, und die Welt obendrein noch mit meinem äußerst sinnlosen Gequatsche über selbige nerven kann. Was kann es schöneres geben? Ne ganze Menge ehrlich gesagt, aber das ist ja hier nicht das Thema.

1 Kommentar 20.7.07 00:28, kommentieren

[LodlanD] Prolog

Wer an meiner letzten Shadowrun Kampagne teilgenommen hat wird diese Art Einleitungstext schon kennen, und wissen das sich seine Bedeutung erst viel später in der Handlung erschließt.

Viel Spaß beim lesen!

 

Musik: The Kronos Quartett - Summer Overture

 

Ein kleines Zimmer, von einer blauen Halogenröhre nur schwach beleuchtet, und für den Beobachter in gespenstische Stille getaucht.

Eine Junge Frau sitzt vorgebeugt auf einem Bett an der rückwärtigen Wand des Raumes, die Hände im Schoß fest ineinandergefaltet. Sie ist kaum älter als Mitte Zwanzig. Die offenen blonden Haare hängen ihr über Schulter und Gesicht, die Augen ausdruckslos und leer, doch lassen Tränenspuren den Eindruck täuschen. Nur in Unterwäsche gekleidet sitzt sie dort, spricht scheinbar leise und beherrscht vor sich hin, doch ihre Stimme erreicht uns nicht.

Erst jetzt erkennt man, dass ihre Worte nicht an sie selbst gerichtet sind. Ein Mann steht an der anderen Seite des Raumes. Nur im Blick von hinten, über seine Schulter hinweg, können wir seine Gestalt einigermaßen ausmachen. Groß und hager, leicht gebeugt, doch keineswegs gebrochen. Er selbst scheint nicht zu sprechen, lediglich ein stiller Zuhörer.

Ein passiver Beobachter, losgelöst vom eigentlichen Geschehen wie wir Zuseher selbst.

Doch plötzlich hält die Frau in ihrem Monolog inne, fixiert den Mann mit einem Blick, ohne sonst eine Bewegung zu vollführen, wissend, begreifend.

Die Szene wechselt, offenbar einen kleinen Sprung in die Zukunft. Wir sehen die Frau auf dem Bett liegen, die Tränen getrocknet, der Blick unverändert. Doch der Körper ist leblos, ihr Atem steht still. Keine Hand wurde an sie gelegt, nichts deutet auf eine Verletzung hin.

Der Mann steht an der Tür, greift in die Garderobe und streift sich einen langen, hellgrauen Mantel über die Schultern. Wortlos verlässt er die Szenerie, und das knallen der Wohnungstür ist der erste Laut den wir vernehmen, ohrenbetäubend, unerträglich.

 

 

1 Kommentar 20.7.07 12:57, kommentieren

[LodlandD] Die Épée de la Mer



Kleines Geschenk für Holger zum Dank für die stetige Rumfahrerei. Hat Spaß gemacht mit Tribal Art rumzuhantieren, auch wenn mich der Rabenkopf fast zum verzweifeln gebracht hat.

 

Der freischaffende arbiträische Piratenjäger Luc Gardien kaufte die altgediente Déesse Klasse für gerade einmal 290.000 Lex auf dem Gebrauchschiffsmarkt in Cadenas. In mühevoller Kleinarbeit restaurierte und modifizierte er das Flaggschiff seines kleinen Unternehmens, um sich gegen die Renegaten der Gewässer rund um Lod behaupten zu können.

Der Rumpf wurde verstärkt und zusätzlich gepanzert, weshalb die typischen seitlichen Bullaugen der Déesse entfernt werden mussten. Das Schiff ist nun deutlich zäher gegenüber direkten Angriffen, neigt jedoch dazu etwas durchs Wasser zu "eiern", weshalb Piloten mit wenig Erfahrung ihre Probleme mit dem Steuerverhalten der Épée haben. Außerdem liegt die Zahl der Fälle akuter Seekrankheit bei Passagieren an Bord deutlich über dem Durchschnitt. Das herausragendste Merkmal sind die nebeneinander liegenden Zwillingsantriebswellen, welche das Schiff sogar einer Féroce davonfahren lassen. Um den nötigen Platz für ein zweites Getriebe zu schaffen, wurde die Passagier- und Personenzuladung deutlich reduziert. Dies stellt jedoch nur ein kleiner Manko da, denn schließlich sieht Capitaine Gardien den Passagiertransport eher als einen notwendigen Nebenverdienst, und wer gerne mehr Komfort hätte kann ja eine Passage bei LodWaters buchen, allerdings stellen die auch bedeutend mehr Fragen...

2 Kommentare 20.7.07 20:18, kommentieren

[LodlanD] Handout Artwork Beispiel


Ich habe echt Spaß am rumprobieren mit Tribal Zeugs bekommen, deshalb hier ein kleines Bild das seinen Platz auf einem kommenden Handout finden wird.

4 Kommentare 22.7.07 21:32, kommentieren

[LodlanD] Kapitel 1 Einleitung

 Musik: Yoko Kanno - Born Stubborn

Der Innenlautsprecher gab ein statisches Knacken von sich, und eine Computerstimme ertönte, deren Laszivität den Grad der Peinlichkeit schon bei weitem überschritten hatte: „Unheimlich große Bodenwelle drei Kilometer voraus, mein Hengst.“

„Die beste Anschaffung meines Lebens.“

Luc ließ sich tiefer in den Pilotensitz sinken, schwang die Beine über die Hauptsteuerkonsole seines kleinen Bootes, und öffnete zischend eine neue Dose Bier. Noch knapp eine Stunde fahrt und diese Odyssee der Langeweile hatte endlich ein Ende. Er ließ seinen Blick über das verkrümelte Armaturenbrett hinüber zur Cockpitscheibe wandern, und starrte gleichmütig in das tiefe Blau des Meeres. In dreihundert Metern tiefe konnten jedoch selbst die stärksten Scheinwerfer nur einen begrenzten Sichtradius schaffen, sodass gelegentlich vorbeizischende Fische oder entfernte Schatten von Riffen die einzige, recht unspektakuläre, optische Abwechslung stellten. Irgendwo knapp einen halben Kilometer weiter Backbord von seiner Position, wie ihm der steig pingende Sonar verriet, entfernt dümpelte auch der Frachter aus dem Bund Freier Städte herum, zu dessen Geleitschutz er sich verpflichtet hatte. Ein kleiner Freihändler wie jener konnte sich keinen Platz in den großen und schwerbewachten Karawanen, die von der Handelsmetropole Lod ausgingen leisten, und griff bei Fahrten durch unsichere Gewässer gern auf die um einiges günstigeren Dienste freischaffender Unternehmer wie Luc zurück. Dabei stellte sich die Frage was nun lächerlicher war, die Abschreckungskraft der winzigen M1 Torpedorohre an Bord von Lucs kleinem Schiff, oder die Vorstellung einer bis an die zähne bewaffneten Piratenbande, die ihren Hals riskieren um einen Frachter mit zwanzig Tonnen Glutamat an Bord zu kapern. Ihm konnte es ja auch recht egal sein, der Auftrag war ein Spaziergang und die Bezahlung reichte immerhin, um nach den anfallenden Treibstoffkosten ein wenig Gewinn abzuwerfen. Außerdem verfügte die Epée de la Mer, wie Luc die alte Déesse Klasse arbiträischer Bauart getauft hatte, neben ihrer Bewaffnung noch über einen kleinen Passagier- und Frachtraum, mit denen sich auf derselben Route noch der ein oder andere Nebenverdienst tätigen ließ. Einer dieser Verdienste machte sich soeben bemerkbar, als das Fiepsen der Mikrowelle aus dem hinteren Schiffsteil tönte. Einige schlurfende Schritte erklangen dann, gefolgt von einem stetigen, eher halbherzigem schlürfen. Sein Fahrgast war wirklich nicht von der gesprächigen Sorte. Kurz vor seiner Abreise aus Lod trat der Kerl, ein recht komischer Kauz von hagerer Gestalt mit zerzausten Haaren, an den Andockplatz von Lucs Schiff, drückte ihm ein Bündel Scheine im Wert von 5.000 Lex in die Hand mit den Worten: „Bringen sie mich an die Grenze zum BFS, und keine weiteren Fragen“. Bei einem solch großzügigen Obolus hatte der freischaffende Piratenjäger gewiss keine Einwände. Eben dieser Kauz verzehrte gerade eine Instant Muschelsuppe Marke „Gut &Günstig“, denn für Lucs Passagiere nur das beste, und hatte ansonsten während der mittlerweile achtzehn Stunden andauernden Fahrt keinen weiteren Ton von sich gegeben. Was auch immer der Typ im Bund Fröhlicher Sklaven, wie der BFS gerne im freiheitsliebenden Arbiträa genannt wurde, zu schaffen hatte, seine großzügige Spende an Gardien Entreprises würde schon einem guten Zweck zugeführt werden. Damit ließ Luc seinen Blick zu einer Autogrammkarte von Sandra Bechmer schweifen, die zwischen einer Verstrebung des Cockpitfensters klemmte. Die blonde zwanzigjährige war Spitzenpilotin von Nova Curra, einem Paix Rennstall der sich aufgrund mangelnder Großerfolge nur einer kleinen Fangemeinde erfreute. Doch für Luc konnte nichts „undergroundig“, wie die Scientianer es nannten, genug sein, und ganz davon abgesehen war die Rennfahrerin ein echt heißer Aal. Mit dem neu verdienten Geld wäre sicherlich ein Ticket für das große 24 Stunden Rennen von Port Principal drin, und vielleicht sogar genug für eine dieser neuen Pillen aus Scientia, die dafür sorgten das man während der gesamten 24 Stunden an Spaß und Feiern, aber gewiss nicht an Erschöpfung und Müdigkeit dachte. Vielleicht könne man die adrette Paix Fahrerin nach dem Rennen sogar auf einen...

„Ist es normal das dieses Teil schon seit ’ner Minute piept?“

 Luc schreckte aus seinen Gedanken auf, als er urplötzlich die kratzige Stimme seines Fahrgastes hinter sich vernahm. Dann hörte auch er das schrille Piepen des Kollisionsalarms, er musste es in seiner Tagträumerei vollkommen verdrängt haben. Doch warum Kollisionsalarm? Richtig! Die Bodenwelle vor der ihn der Bordcomputer gewarnt hatte. Vielleicht sollte er das nächste mal auch auf die Aussage dessen achten, was die für teures Geld modifizierte Stimme des Navigationssystem jedes Mal aus den Lautsprechern stöhnte. Luc packte hastig an die Kontrollen für die Tauchzellen, um das Schiff steigen zu lassen, doch gerade als der Höhenanzeiger langsam zu klettern begann wurden seine Ohren vom kreischen der am Gestein schrammenden Außenhülle betäubt...

6 Kommentare 30.7.07 17:42, kommentieren